Das Projekt wird umgesetzt von einem interdisziplinären Netzwerk von starken Partnern von kommunaler Ebene, aus Forschung und Wissenschaft, IT und Industrie. Die Hauptkoordination obliegt den Wirtschaftsbetrieben Duisburg.
Die Projektpartner im Überblick:
Wirtschaftsbetriebe Duisburg
Die Wirtschaftsbetriebe Duisburg übernehmen die Projektkoordination und führen das Konsortium. Sie steuern die Zusammenarbeit der Partner und die ganzheitliche Abwicklung aller Arbeitspakete. Zudem stellen sie sicher, dass alle rechtlichen, organisatorischen und sicherheitsrelevanten Vorgaben erfüllt werden.
Als kommunaler Partner stellen sie die notwendige Infrastruktur bereit und validieren die Projektergebnisse im Hinblick auf reale Anforderungen aus der Stadtreinigung und auf eine zukunftsfähige Übertragung der Projektergebnisse in den täglichen Betrieb - auch mit Blick auf andere Städte. Darüber hinaus kümmern sich die Wirtschaftsbetriebe um die Öffentlichkeitsarbeit und fördern die Akzeptanz des Projekts durch transparente Kommunikation und die Einbindung der Bürgerinnen und Bürger.
Schotte Automotive GmbH & Co. KG
Schotte Automotive entwickelt die automatisierte Betriebsstätte, in der die Kehrmaschine künftig eigenständig agieren soll. Zudem erforscht und gestaltet das Unternehmen eine benutzerfreundliche Leitzentrale, über die das Fahrzeug bei Bedarf überwacht oder ferngesteuert werden kann. Die entwickelten Systeme werden im Realbetrieb integriert, getestet und schrittweise optimiert – zunächst in einem nichtöffentlichen Testumfeld, später auch im öffentlichen Raum.
Universität Duisburg-Essen (UDE)
Die Universität Duisburg-Essen ist zuständig für die wissenschaftliche Begleitung des Projekts. Hierbei sind insbesondere die Fachbereiche Mechatronik und Psychologie involviert. Die UDE untersucht, wie sicher und nachvollziehbar das System arbeitet – und wie es von der Bevölkerung wahrgenommen wird. Dazu werden Studien zu Akzeptanz, Bedürfnissen und möglichen Bedenken durchgeführt.
Die UDE entwickelt zudem Sicherheitskonzepte für die autonomen Fahrfunktionen und betrachtet und analysiert User Interfaces und Interaktionsmodelle zwischen der autonomen Kehrmaschine und den Remote-Piloten in der Leitstelle. Zudem begleitet die Universität die Testphasen im nichtöffentlichen und später im öffentlichen Raum.
Krankikom GmbH
Krankikom entwickelt die Schnittstellen (APIs), über die Leitstelle, Fahrzeug und Umgebung miteinander kommunizieren. Darüber hinaus entwirft das Unternehmen die Benutzeroberflächen für die Leitstelle und die Teleoperation – also die Steuerung des Fahrzeugs aus der Ferne. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Kommunikation zwischen Kehrmaschine und Umfeld: Mithilfe akustischer und visueller Signale wird erforscht, wie das Fahrzeug seine Absichten seiner direkten Umgebung gegenüber verständlich vermitteln kann. Gemeinsam mit Bürgerinnen und Bürgern entsteht so eine „Kehrmaschinen-Identität“, die zu mehr Vertrauen und Akzeptanz beitragen soll. Die entwickelten Komponenten werden anschließend im Prototyp getestet und mit marktüblicher Technik validiert.
ENWAY (BUCHER municipal)
ENWAY (BUCHER municipal) entwickelt die autonomen Fahrfunktionen, mit denen die Kehrmaschine präzise und sicher manövrieren kann – zunächst auf dem Betriebshof, später auch im öffentlichen Raum. Dazu gehören das automatische Anfahren von Lade- und Entleerstationen, eine zuverlässige Positionierung sowie eine sichere Navigation auch in engen Bereichen. Die Systeme werden in umfangreichen Praxistests erprobt und kontinuierlich verbessert, um den Weg für den späteren Einsatz im Straßenverkehr zu ebnen.