Urban Gardening – Mehr Natur und Gemeinschaft in der Stadt

Urban Gardening in Duisburg vereint Stadtnatur, Pflanzenvielfalt und moderne Technik – und zeigt, welche Möglichkeiten für gemeinschaftliches Gärtnern auch auf begrenztem Raum bestehen. Gerade in innerstädtischen Gebieten ist Platz oft Mangelware. Vielen Bürgerinnen und Bürgern fehlt die Möglichkeit, eigenes Obst und Gemüse anzubauen. Das Urban-Gardening-Projekt bietet dafür die passende Lösung: 1 × 2 Meter große Hochbeete, die ausreichend Platz für den eigenen Anbau bieten und gleichzeitig so kompakt sind, dass sie sich problemlos in den Alltag integrieren und pflegen lassen.

 

Ein erfolgreiches Pilotprojekt

Mit zunächst 30 Hochbeeten haben die Wirtschaftsbetriebe Duisburg (WBD) gemeinsam mit der Duisburger Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft (DVV) und der GEBAG im Jahr 2024 das Pilotprojekt „Urban Gardening“ auf dem Gelände des Friedhofs am Sternbuschweg gestartet.

 

Positive Resonanz und Ausbau der Fläche

Aufgrund der positiven Resonanz und der damit verbundenen hohen Nachfrage haben die WBD im Jahr 2025 die Anzahl der Hochbeete auf der rund 500 m² großen Fläche um 21 Beete erweitert, sodass den Bürgerinnen und Bürgern von Duisburg inzwischen 51 Hochbeete zur Anmietung zur Verfügung stehen. Ergänzt wird das Angebot vor Ort mit einer Gartenhütte mit Geräten und Material, Sitzplätzen zum Verweilen, Obstbäumen, Kompost, einem Regenauffangbehälter und einem Insektenhotel.

Das sagt eine Mieterin

Wie gut das Konzept funktioniert, zeigt das Beispiel einer Mieterin der ersten Stunde: Weil ihr im direkten Wohnumfeld der Platz zum Gärtnern fehlte und die Urban-Gardening-Fläche zentral gelegen ist, entschied sie sich für ein Hochbeet. Die handliche Größe und der überschaubare Zeitaufwand haben sie überzeugt – inzwischen bewirtschaftet sie sogar zwei Beete. 

Ein weiterer Beweggrund war der Wunsch zu wissen, woher die eigenen Lebensmittel kommen, und diese Freude am Gärtnern sowie das Wissen darüber an die nächste Generation weiterzugeben. In den Hochbeeten wächst alles, was schmeckt: von Kartoffeln über Wassermelonen bis hin zu Kohlrabi und Erbsen.

Über die Zeit ist eine lebendige Gemeinschaft unter den Mieterinnen und Mietern entstanden. Sie unterstützen sich gegenseitig, übernehmen in der Urlaubszeit die Pflege der Beete, tauschen ihre reiche Ernte miteinander und geben Erfahrungen sowie wertvolle Tipps rund um das urbane Gärtnern weiter.

Moderne Sensorik für Urban Gardening

Für Bürgerinnen und Bürger, die ein Hochbeet angemietet haben, geht das Angebot über das klassische Gärtnern hinaus: Durch den Einsatz innovativer Sensorik (IoT-Technologie) können Daten wie Temperatur, Luftfeuchtigkeit, Sonneneinstrahlung, Luftdruck, Windstärke und Windrichtung sowie Niederschlagsmenge und Bodenfeuchtigkeit abgerufen und dargestellt werden. Diese Informationen stehen als zusätzliche Grundlage für die Planung und Durchführung von Gartenarbeiten zur Verfügung.

Urban Gardening als Angebot für Duisburg

Mit ihrem Urban Gardening-Angebot schaffen die WBD zusätzliche Möglichkeiten für gemeinschaftliches Gärtnern im Stadtgebiet. Die bepflanzten Flächen bieten Raum für den Anbau verschiedener Pflanzen und laden dazu ein, das Gärtnern in einem urbanen Umfeld zu erleben.

Ergänzend kommt moderne IoT-Technologie zum Einsatz. Sensoren erfassen Messwerte wie Temperatur, Luftfeuchtigkeit, Sonneneinstrahlung, Luftdruck, Windstärke, Windrichtung, Niederschlagsmenge und Bodenfeuchtigkeit. Die Daten können digital abgerufen werden und geben Einblicke in die aktuellen Bedingungen vor Ort.

Die WBD beabsichtigen, das Urban Gardening-Angebot schrittweise weiterzuentwickeln und zusätzliche geeignete Flächen im Stadtgebiet für eine Nutzung im Rahmen des Projekts zu prüfen.